Internationale Pflege- und Gesundheitsfachkräfte sind eine wichtige Verstärkung für Teams in Krankenhäusern und der Altenpflege. Sie bringen zusätzliche Hände und Köpfe in den Arbeitsalltag, bereichern ein Team aber auch mit ihren beruflichen Fähigkeiten und Erfahrungen.


Chancen nutzen, Konflikte vermeiden: Damit die Integration in ein Team gelingt, müssen alle an einem Strang ziehen. Dabei spielt nicht nur die Eingewöhnung der neuen Kolleginnen und Kollegen eine Rolle, sondern auch die Vorbereitung im bestehenden Team. Dafür haben wir Ihnen einige Tipps für den Arbeitsalltag zusammengestellt:

1.

Andere Länder haben auch gute Ausbildungen:

Die Arbeit in der Pflege ist in vielen Ländern der Welt völlig anders organisiert als in Deutschland. Informieren Sie sich vorab über das Herkunftsland ihrer neuen Kolleginnen und Kollegen. Dann können Sie sich Ihre Berufserfahrungen und Ihre Berufsauffassungen viel besser gegenseitig näherbringen. Hier haben wir einige Informationen zur Pflegeausbildung und -arbeit in den wichtigsten Anwerbeländern zusammengestellt.

2.

Bitten Sie um Freiräume für die Integration:

Wenn sich die Leitung Ihres Unternehmens oder Ihrer Einrichtung dazu entschieden hat, internationale Pflege- und Gesundheitsfachkräfte anzuwerben, dann sollten auch genügend Freiräume für die Einarbeitung und für das gegenseitige Kennenlernen zur Verfügung gestellt werden. Diese zusätzliche Kommunikation mit ihren neuen Teammitgliedern sollte Ihre alltägliche Arbeit nicht noch zusätzlich verdichten. Sonst wird die geplante Entlastung schnell als zusätzliche Schwierigkeit empfunden und die Integration kann nur schwer gelingen.

3.

Suchen Sie den Austausch auf Augenhöhe:

Kolleginnen und Kollegen in anderen Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Pflegediensten haben schon Erfahrungen mit angeworbenen Kolleginnen und Kollegen aus dem Ausland gemacht. Dort können Sie sich wichtige Hinweise und Tipps holen. Das Team des ZIP Hessen stellt Ihnen gerne entsprechende Kontakte zur Verfügung oder bringt Sie bei regionalen Themenforen mit kompetenten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern ins Gespräch.

4.

Wissen ist keine Frage der Position:

Neu nach Deutschland gekommene internationale Pflege- und Gesundheitsfachkräfte können oft nicht direkt in ihrer bisherigen Position weiterarbeiten. Denken Sie also daran: Vielleicht haben Sie eine gut ausgebildete Pflege- und Gesundheitsfachkraft im Team, auch wenn diese erst einmal nur als Hilfskraft eingesetzt werden kann. Nutzen Sie das Wissen solcher Kolleginnen und Kollegen. Es hilft auch Ihnen im Alltag.

5.

Gemeinsame Freizeit:

Gemeinsam zu arbeiten, bringt Kolleginnen und Kollegen zusammen. Gemeinsame Freizeitaktivitäten noch mehr. Bringen Sie sich ihre jeweiligen Kulturen doch einmal mit einem Essen oder einem kleinen Fest im Kollegenkreis näher. Auch gemeinsamer Sport kann helfen, einander noch besser kennenzulernen und als Team zusammenzuwachsen.