Ihre neuen Kolleginnen und Kollegen kommen mit einer fertigen Ausbildung aus ihrem Heimatland. Diese kommen als gut ausgebildete neue Kräfte ins Team, auch wenn es vielleicht am Anfang einige Sprachschwierigkeiten gibt.

Verschaffen Sie sich hier einen ersten Überblick über die Pflegeausbildungen in verschiedenen Herkunftsländern. Sprechen Sie ihre neuen Kolleginnen und Kollegen doch einmal darauf an, wie zuhause der Beruf erlernt wird und sprechen Sie über Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Ausbildung.
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Bosnien und Herzegowina
Die Krankenpflegeausbildung in Bosnien und Herzegowina dauert vier Jahre und beinhaltet auch praktische Einsätze. Die Fachkräfte sind anschließend in Kliniken und in der Langzeitpflege tätig, finden aufgrund der Arbeitsmarktsituation im Heimatland aber oftmals keinen Job. Eine spezielle Ausbildung für den Bereich der Altenpflege gibt es nicht. Über das Programm Tripple-Win ist eine besonders einfache Anerkennung bosnischer Pflegefachkräfte in Deutschland möglich.

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Brasilien
In Brasilien absolvieren Pflegekräfte ein vierjähriges Bachelorstudium. Dabei stehen neben der Pflege von Kindern oder Senioren, der Versorgung von Trauma-Patienten psychisch kranken Personen auch Themen der Gesundheitsvorsorge auf dem Lehrplan. Die Pflegekräfte verfügen zudem über Fähigkeiten in der Planung und Organisation der Pflegeprozesse im Team.

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China
In China verläuft die Pflegeausbildung an spezialisierten Hochschulen. Fachkräfte sind anschließend vor allem in der Pflegeplanung und in der Begleitung von Therapien tätig, während die Grundpflege oft von angelernten Helferinnen übernommen wird. Die Anwerbung von Pflegekräften aus China wird inzwischen von verschiedenen Pflegeverbänden gezielt unterstützt. Auch das Land Hessen hat mit der Provinz Hunan seit vielen Jahren eine Partnerregion in China.

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Italien
Die Krankenpflege wird in Italien im Rahmen eines dreijährigen Studiums erlernt. Pflegekräfte sind anschließend dazu in der Lage, in Kliniken oder Pflegeeinrichtungen zu arbeiten und können sich mit einem Masterstudium weiter qualifizieren. Dabei kann dann auch eine Spezialisierung auf den Bereich Gerontologie erfolgen. Eine reine Altenpflegeausbildung gibt es in Italien nicht. Im Verlauf des Studiums durchlaufen die künftigen Pflegefachkräfte auch Praktikumseinsätze und praktische Trainings.

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Mazedonien
Die Pflegeausbildung in Mazedonien dauert vier Jahre und ist eine berufliche Erstausbildung, die neben dem Fachunterricht auch viele allgemeinbildende Schulfächer umfasst. Ihre Fähigkeiten erproben die Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines 40-tägigen Praktikums in den Ferien.
Die schulbegleitende Ausbildung endet mit dem Berufsabschluss und dem Abitur.

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Montenegro
In Montenegro ist die Pflegeausbildung als berufliche Erstausbildung organisiert und dauert insgesamt vier Jahre. Die künftigen Pflegekräfte lernen an speziellen Schulen, die für die Praxisteile mit Krankenhäusern und Gesundheitszentren vor Ort kooperieren. Dort absolvieren die Auszubildenden jede Woche einige Praxisstunden, im 1. Ausbildungsjahr drei, im 2. Jahr vier und im 3. und 4. Jahr sieben Stunden pro Woche. In den ersten drei Jahren gibt es zusätzlich ein mehrwöchiges Praktikum in den Sommerferien. An die Graduiertenprüfung zum Ende der Ausbildung kann sich eine Meisterausbildung oder ein Studium anschließen.

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Philippinen
Die vierjährige Ausbildung zur Krankenschwester oder zum Krankenpflege auf den Philippinen ist der deutschen Ausbildung sehr ähnlich. Sie umfasst jedoch auch Tätigkeiten wie das Blut abnehmen. Für die Anwerbung von philippinischen Krankenschwestern durch deutsche Unternehmen gibt es spezielle Vermittlungsabkommen, die eine Anerkennung vereinfachen.

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Polen
In Polen werden Pflegefachkräfte im Rahmen eines dreijährigen Studiums an einer Hochschule ausgebildet. Das Studium kann an einer speziellen Berufshochschule oder einer Universität absolviert werden und schließt mit der Registrierung als Krankenschwester/ Krankenpfleger ab. Anschließend können sich die Fachkräfte zwischen zahlreichen inhaltlichen Spezialisierungsmöglichkeiten entscheiden, die größtenteils im Praxisbetrieb erlernt werden. Daneben gibt es eine zweijährige Helferausbildung an Berufsschulen und weiterführenden Schulen, die mit einem Pflege-Diplom abschließt. Die so ausgebildeten Altenpflegerinnen/Altenpfleger unterstützen die Fachkräfte bei der Körperhygiene der Patienten, bei der Essens- und Medikamentengabe sowie bei der Mobilisierung.

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Rumänien
In der Pflegeausbildung in Rumänien spielen Dokumentation und Kommunikation neben den pflegerischen Fähigkeiten sowie den Untersuchungstechniken eine zentrale Rolle. Die Ausbildung dauert 3 Jahre, teilt sich zu gleichen teilen auf theoretische und praktische Inhalte auf und schließt mit der Berufsbezeichnung Krankenschwester/Krankenpfleger ab. Sie ist inhaltlich und von der Struktur der Ausbildung der Pflegeausbildung in Deutschland sehr ähnlich. Zwar gibt es auch in Rumänien die Möglichkeit einer akademischen Pflegeausbildung, die meisten Pflegekräfte lernen aber an einer Schule, die den Berufsfachschulen in Deutschland vergleichbar ist. Sie haben dann aber weitreichende Aufgaben, nehmen Blut ab, verabreichen Medikamente und gestalten die Visiten mit.

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Serbien
Die Pflegeausbildung in Serbien dauert vier Jahre und schließt mit einem Fachabitur ab. Rund ein Viertel dieser Zeit verbringen die angehenden Pflegekräfte im Praxiseinsatz, also in Praxisabteilungen der Ausbildungsstätten oder in Kliniken und Arztpraxen.
Die Absolventen tragen dann Verantwortung bei der Pflege von Patienten, bei der Medikamentengabe und wirken zudem bei Diagnostik und Therapie mit. Pflegekräfte aus Serbien können auf Grund eines speziellen Vermittlungsabkommens in Deutschland leichter anerkannt werden.

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Spanien
In Spanien werden Pflegefachkräfte bereits seit Jahrzehnten an den Universitäten ausgebildet. Derzeit absolvieren sie ein vierjähriges Bachelorstudium, für das sich Bewerber mit einem jährlich stattfinden speziellen Test qualifizieren können. An den Bachelor-Abschluss können sich dann verschiedene Spezialisierungen in staatlich anerkannten Weiterbildungen anschließen, die zusätzlich zwei Jahre dauern. Die so ausgebildeten Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen haben in Spanien dann deutlich mehr Kompetenzen als ihre Kolleginnen und Kollegen in Deutschland. So gehört die Grundpflege in Spanien nicht zum Aufgabenbereich der Fachkräfte und wird durch Hilfskräfte übernommen.

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Venezuela
In Venezuela erfolgt die pflegewissenschaftliche Fachkräfteausbildung auf einem hohen Niveau im Rahmen eines vier- bis fünfjährigen Studiums. Die Fachkräfte arbeiten danach im klinischen und außerklinischen Pflegeumfeld und haben Fähigkeiten zur Medikamentengabe, der Grund- und Behandlungspflege, der Pflegeplanung und der Prophylaxen.