Arbeitgeber dürfen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Integration internationaler Pflege- und Gesundheitsfachkräfte nicht alleine lassen, sondern müssen diesen Prozess als wichtige Managementaufgabe begreifen. Zu diesem Schluss kommt die durch die Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie „Betriebliche Integration auf globalisierten Arbeitsmärkten (BIGA)“ des Instituts für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) der Goethe-Universität, die gemeinsam mit dem Institut für Sozialforschung (IfS) erstellt wurde.

Die Erkenntnisse dieser Studie waren eine wichtige Grundlage für die Entscheidung des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration, das ZIP Hessen ins Leben zu rufen und vollumfänglich zu fördern. „Das ist ein gutes Beispiel für den direkten Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Gesellschaft“, sagt Dr. Christa Larsen, Geschäftsführerin des IWAK: „Hier können Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser sich über den fachlichen Hintergrund ihrer neumigrierten Pflegefachkräfte informieren und Missverständnisse vermeiden. Manche schaffen es sogar, die zusätzlichen Kompetenzen für ihren Betrieb nutzbar zu machen. Das hilft allen Seiten.“

Ausländische Pflegekräfte fühlen sich aufgrund sprachlicher Barrieren von Informationen ausgeschlossen, ihre alteingesessenen Kollegen kritisieren an ihnen wiederum mangelnde Kenntnisse in der Grundpflege und beim Sozialverhalten - so lauten einzelne Ergebnisse der Studie. Im „Working Paper“, an dem sowohl die Forscher als auch Betriebsräte und Personalverantwortliche aus den Pflegeeinrichtungen beteiligt waren, finden Entscheider wichtige Hinweise, um die Situation möglichst rasch zu verbessern.

Hier haben wir die vollständige Studie sowie das zusammenfassende Working Paper für Sie verlinkt.

21 Mai 2019