Etwa eineinhalb Millionen Menschen arbeiten in Deutschland in der Pflege. Sie sind überwiegend in Krankenhäusern, in Pflegeheimen oder ambulanten Pflegediensten tätig.

Die Aufgaben und der Arbeitsalltag in den unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen unterscheiden sich grundlegend.

Im Krankenhaus ergänzen und unterstützen Pflege- und Gesundheitsfachkräfte die Arbeit der Ärztinnen und Ärzte und übernehmen die Behandlungspflege nach ärztlicher Anweisung. Sie sind für die Dokumentation und die Planung ihrer Pflegeleistungen im Team aber selbst verantwortlich. In einer stationären Pflegeeinrichtung gibt es keine Ärztinnen und Ärzte. Hier kümmern sich die Pflege- und Gesundheitsfachkräfte eigenverantwortlich um die Versorgung älterer und pflegebedürftiger Menschen. Im Team betreuen sie mehrere Pflegebedürftige und teilen sich die Arbeit eigenständig auf.

In der ambulanten Pflege versorgen Gesundheits- und Krankenpflegekräfte sowie Altenpflegekräfte pflegebedürftige Menschen in deren Wohnung. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem Bereich sind meist alleine mit dem Auto unterwegs und besuchen auf ihrer Tour mehrere Patienten hintereinander.

Die Fachkräfte teilen sich dabei in zwei Berufsgruppen auf:

Altenpflegefachkräfte

Altenpflege

 

Altenpflegefachkräfte, auch Altenpflegerinnen und Altenpfleger genannt, kümmern sich in Pflegeheimen um ältere und pflegebedürftige Bewohnerinnen und Bewohner oder besuchen pflegebedürftige Menschen in deren Wohnung. Sie stimmen ihre Arbeit zwar mit den behandelnden Haus- und Fachärzten ab, arbeiten in ihrem Alltag aber eigenverantwortlich und kümmern sich um die Hygiene der Bewohnerinnen und Bewohner genauso wie um Verbandswechsel und Medikamentengabe. Sie schätzen pflegerische Risiken ein und halten die notwendigen Maßnahmen in Pflegeplanungen und Dokumentationen fest.

Gesundheits- und Krankenpflegefachkräfte

Krankenpflege

 

Gesundheits- und Krankenpflegefachkräfte, oft auch Krankenschwestern und Krankenpflege genannt, assistieren bei ärztlichen Eingriffen und Untersuchungen und stellen darüber hinaus die tägliche Grund- und Behandlungspflege ihrer Patientinnen und Patienten sicher. Sie waschen und lagern sie, wechseln Verbände und verabreichen nach ärztlicher Verordnung Medikamente. Sie erstellen Pflegepläne und dokumentieren die erfolgten Pflegemaßnahmen. Auch die Beratung der Patientinnen und Patienten gehört zu ihren Aufgaben.

Altenpflegefachkräfte lernen drei Jahre in stationären Einrichtungen, ambulanten Diensten und an Altenpflegeschulen. Gesundheits- und Krankenpflegefachkräfte durchlaufen ebenfalls eine dreijährige Ausbildung an Krankenhäusern und Krankenpflegeschulen. In beiden Ausbildungen gehören auch verschiedene Praktika in anderen Gesundheitseinrichtungen zum Pflichtprogramm. In Zukunft sollen diese beiden Ausbildungen reformiert und zusammengelegt werden. Auch berufsbezogene Studiengänge sind in der Pflege bereits möglich.